Funktionsbeschreibung
Die Analoge Pendelsteuerung (APA) ist universell für alle Anwendungen im analogen Fahrbetrieb einsetzbar, wie zum Beispiel für die Loksteuerung, für Seilbahnen oder eine Kirmessteuerung. Mit bis zu 5 A max. Ausgangsstrom ist das Modul auch bestens für sehr große Loks geeignet.
Mit der Pendelautomatik ist es sehr einfach die Wartezeit, Fahrzeit, Geschwindigkeit und einen Zwischenstopp über gut zugängliche Potis einzustellen. Die Steuerung der Pendelstrecke kann zeitgesteuert oder alternativ über Kontaktbegrenzung geschaltet werden. Die APA bietet zudem noch eine Zwischenhaltfunktion. Ein besonderes Highlight: Dank der integrierten Weichenschaltung (700 ms Impuls bei Richtungswechsel) kann ein Lokwechsel zwischen 2 Loks erfolgen – direkt gesteuert über die APA.
Natürlich besitzt die APA eine sanfte Anfahr- und Bremsverzögerung (Softstart) und kann alle Loks pendeln, auch Modelle mit verbautem Decoder oder Entstörkondensator. Die Start- und Bremszeiten sowie diverse weitere Einstellungen (Zeitsteuerung, Stromgrenze) können digital mit unserem Dekoder-Programmer für Spur-G ML-Train
84000124 verändert werden.
Durch den integrierten Decoder ist es bei Verwendung von Digitalstrom (DCC oder MM) möglich, die Pendelsteuerung manuell schalten bzw. per digitalem Weichenschaltbefehl zu aktivieren und zu deaktivieren. Dadurch fährt der Zug immer noch bis zum Endbahnhof und stoppt dort die Pendelsteuerung bis zur nächsten Freigabe. Im digitalen Betrieb ist es möglich, eine Zeitsteuerung mit einem Zeitplan zu erstellen. Hierzu benötigen Sie unsere Funk-Digitalzentrale 30Z mit Display ML-Train
84006001.
Der Einsatz der Automatik ist sehr einfach: Es kann ohne jegliche Verdrahtung nur per Zeit gependelt werden. Auch die angelegte Spannung spielt eine untergeordnete Rolle, da die Geschwindigkeit direkt an der Pendelsteuerung einstellbar ist.
Die APA kann zudem direkt in den Prellbock mit Beleuchtung LGB®
10310 von der Firma Märklin geschraubt werden.
Hinweise
Vergewissern Sie sich, ob die Ausgangsspannungen zu Ihrem Verbraucher passen, da dieser sonst zerstört werden kann! Für Nichtbeachtung übernehmen wir keine Haftung.
Um Kondenswasserbildung zu vermeiden, benutzen Sie die Elektronik bei Temperaturen unter 0°C nur, wenn diese vorher aus einem beheizten Raum kommt.
Einige Funktionen sind nur mit der neusten Firmware nutzbar, führen Sie daher bei Bedarf ein Update durch.
Funktionsumfang
DC/AC/DCC Betrieb
Digital schaltbar durch internen Decoder (DCC, MM)
5 A Pendelausgang (auch für große Loks geeignet)
Sanfte Anfahr- und Bremsverzögerung (Softstart)
Strom- und Temperaturüberwachung (Stromgrenze in CV 30 einstellbar)
3 Kontakteingänge
Zwischenhaltfunktion aktivierbar
Weichenausgang für Wechselbetrieb (Lokwechsel zwischen 2 Loks)
Poti zur Einstellung von Haltezeit
Poti zur Einstellung von Fahrzeit
Poti zur Einstellung von Geschwindigkeit
Stabile Schraubklemmen
Status LED
Fahrzeit einstellbar zwischen 1 - unendlich Sekunden
Wartezeit einstellbar zwischen 2 Sekunden - 4 Minuten
Verzögerungszeiten und Parameter digital einstellbar mit unserem CV Programmer (Art. Nr. 84000124)
Alle Loks pendelbar, auch mit Entstörkondensator, Decoder oder ähnlichem
Kann in den LGB® Prellbock geschraubt werden
Anschlussmöglichkeiten
Geschwindigkeit: 1 - 255 Schritte (255 = max. Spannung)
Wartezeit: 2 Sekunden - 4 Minuten
Fahrzeit: 1 - 127 Sekunden, wenn 0 (Minuten) dann endlos auf Kontaktberührung
Die Zwischenhaltefunktion stoppt bei 50 % der Strecke.
Pendelsteuerung per Zeit
Die Fahr- und Haltezeiten, wie auch die Geschwindigkeit, werden über die rechtsseitigen Regler eingestellt (POTI). Alternativ kann auf halber Strecke ein Zwischenstopp aktiviert werden, diesen schaltet man mit dem roten Schalter.
Pendelsteuerung per Kontakt
Stellen Sie hierzu eine Fahrzeit von 0 ein (minimal). Ab dann „hört“ die APA nur auf die Kontakte als Begrenzung. Alternativ kann durch K3 ein Zwischenstopp aktiviert werden. Dieser muss nicht mittig, sondern kann zwischen den beiden Endpunkten beliebig verteilt sein (es können beliebig viele Zwischenstopps eingebaut werden). Als Kontakt sind z. B. Reedschalter (wie Art. Nr. MD-0051) oder ein Kontaktgleis mit Trennung geeignet. Beachten Sie die Ausrollzeiten!
Pendelsteuerung Lokwechsel
Bei jedem Richtungswechsel gibt der Weichenausgang (SW1) einen Impuls von 700 ms aus und kehrt dabei je nach Fahrtrichtung der Lok die Polarität um. Damit lassen sich herkömmliche Spulenantriebe betreiben und Weichen schalten. Werden beide Weichen parallel an den Ausgang angeschlossen und das Gleis durch die Weichenstellung stromlos geschaltet, lässt sich ein automatischer Wechselbetrieb zwischen 2 Zügen realisieren.
Pendelsteuerung digital schaltbar
Bei Anschluss einer digitalen Spannung an die Pendelautomatik besteht die Möglichkeit, die Verzögerungszeiten für das langsame Anfahren und Bremsen einzustellen (CV 24). Ebenso besteht per Weichenbefehl die Möglichkeit, die Steuerung ein- und auszuschalten und damit das Pendeln zu unterbrechen oder zu starten. Bei Verwendung der Funk-Digitalzentrale 30Z mit Display ML-Train
84006001 mit Modellbahnzeit kann eine kleine Automatisierung aktiviert werden. Sie können zu bestimmten Modellbahnzeiten (z. B. 9 Uhr „an“ und 12 Uhr „aus“) die Steuerung aktivieren (CV 25–29). Der Modellbahnfaktor ist bei unserer Zentrale einstellbar.
Achtung! Die Pendelsteuerung funktioniert nur im Analogbetrieb. Die Einstellungen können aber digital durchgeführt werden.
Im digitalen Betrieb ist die LED bei deaktivierter Pendelsteuerung aktiv. Wenn die LED blinkt liegt ein Kurzschluss vor. In dem Fall muss die Pendelautomatik vom Strom getrennt werden.
Der weitere Anschluss entspricht den vorherigen Bildern. Im Download-Bereich finden Sie die CV Liste zur Konfiguration.
Das Modul unterstützt DCC und Motorola.
Technische Daten
Spannung: 7-24 V DC/DCC, 5-18 V AC
Stromaufnahme: 20 mA (ohne Funktionsausgänge)
Maximaler Funktionsstrom: 5 A
Temperaturbereich: -20 bis 80 °C
Abmaße: L6,4 x B6,4 x H4 cm
Die folgende Firma hat das Produkt für ML-Train hergestellt:
micron-dynamics, Marius Dege,
(WEEE: DE69511296)
Bedienungsanleitung mit CV-Werten